11

Jul

2014

Wie suchen Schweizer im Web?

Sobald man eine eigene Website betreibt, stellt man sich früher oder später Fragen wie: Wie suchen meine Kunden nach meinem Produkt? Für welche Suchmaschine soll ich meine Website optimieren? Suchen die Kunden mit Google oder Bing oder mit etwas anderem?

Wir haben zur Suchmaschinennutzung in der Schweiz eine Infografik kreiert. Sie zeigt sehr klar, dass Google in der Schweiz am beliebtesten ist. Es gibt aber auch noch andere Suchmaschinen, welche die Schweizer nutzen. Erfahrt in der Infografik, wie oft wir Suchmaschinen nutzen, welche wir benutzen und welche Suchmaschinen ihren eigenen Index haben.

Suchmaschinennutzung in der Schweiz 2014

Soll man also die Website nur für Google optimieren?

Google ist schon seit Jahren Marktführer in der Schweiz. Die Suchmaschine behält einen Marktanteil von 94%. Konkurrenten wie search.ch, Yahoo! oder bing vermögen nur einen kleinen Teil der Suchenden abzugrasen. Werfen wir aber trotzdem einen Blick auf die Algorithmen der verschiedenen Suchmaschinen.

Google

Google berücksichtigt in seinem Algorithmus inzwischen über 200 Signale, die das beste Ergebnis für eine Anfrage liefern sollen. Diese Signale umfassen unter anderem relevante Keywords, die Aktualität des Inhalts, der Standort des Suchenden sowie die Anzahl Links zur Website. Google versucht je länger je mehr Seiten mit relevanten und einzigartigen Inhalten zu begünstigen.

Google zeigt über ganz Europa hinweg eine Marktdominanz von ca. 93%. Die Nutzung der verschiedenen Suchmaschinen in den umliegenden Ländern sieht dementsprechend auch in etwa gleich aus, wie in der Schweiz. Die Ausnahme bildet Russland: 40% der Russen nutzen Yandex, der Marktanteil von Google liegt bei “nur” etwas über 50%.

Suchmaschinennutzung in Europa

Suchmaschinennutzung in Europa

Bing

Die Suchmaschine Bing wurde 2009 von Microsoft ins Rennen geschickt und in den USA stark beworben. Durch die Werbemassnahmen ist es ihr in den USA gelungen, den Wettkampf mit Google aufzunehmen, nicht aber in unseren Breitengraden. Im Gegensatz zu einem Marktanteil von ca. 17% in den USA liegt er in Europa bei nur gerade rund 2 %. Trotz diesem geringen Erfolg ist die Bing-Suche auch bei uns in Facebook integriert. Sobald das soziale Netzwerk keine Ergebnisse aus den Profilen der Freunde findet, liefert sie Suchergebnisse von Bing.

Der Algorithmus von Bing gewichtet Backlinks etwas mehr als Google und ordnet Startseiten eine höhere Relevanz zu. Die Unterschiede fallen jedoch sehr gering aus. Durch die sehr ähnlichen Resultate stand Bing in der Vergangenheit sogar öfters unter Beschuss die Suchresultate von Google zu verwenden. Unabhängig davon wird bei einer Optimierung der Seiten für Google grundsätzlich ebenfalls für Bing optimiert – origineller und einzigartiger Inhalt ist bei beiden gefordert.

Yahoo!

Yahoo! hat mit Bing eine Allianz geschlossen und zeigt deshalb seit ein paar Jahren die gleichen Suchergebnisse wie die Suchmaschine des Windows-Konzerns. Der Deal läuft noch bis 2020. Da Marissa Mayer, CEO Yahoo!, zuvor für Google gearbeitet hat, wird sich noch zeigen was sie danach mit dem Konzern vor hat.

ask.com

Ask.com ist den meisten wohl vor allem aufgrund ihrer Werbeanzeigen auf Google oder der ungewollt installierten Ask-Toolbar in der Browserleiste ein Begriff. Ask.com fungiert nicht als klassische Suchmaschine, sondern stellt sich eher als Frage-Antwort-Service dar. So schlägt sie beispielsweise verschiedene Fragen und Antworten zu einem Keyword vor und verlinkt auf Q&A-Foren.

search.ch

Die Schweizer Suchmaschine indexiert ausschliesslich Websites mit einer .ch- oder .li-Endung. Search.ch hat ihren eigenen Suchalgorithmus entwickelt, der vor allem auf lokale Anfragen ausgerichtet ist. Dem Suchenden wird ermöglicht seinen Suchbegriff auf gewisse Standorte zu beschränken und er erhält so lokale Ergebnisse. Durch die Konzentration auf lokale Suchanfragen versucht search.ch einen festen Platz in der schweizerischen Suchmaschinenlandschaft einzunehmen. Diesen Platz zu behaupten wird in Zukunft sicher schwerer werden, da auch Google einen grossen Fokus auf lokale Suchen setzt und bei Suchen mit Standortbezug spezielle Suchergebnisse liefert.

Fazit

Haben wir ein Problem oder Bedürfnis, gehen wir zu Google und suchen danach. Dies ist nicht nur in der Schweiz so, sondern in beinahe ganz Europa . Die Position des Marktführers kann man Google deshalb auch nur sehr schwer streitig machen – wer sonst kann 9.8 Milliarden USD pro Jahr in Forschung und Entwicklung investieren?

Möchtet ihr die eigenen Mittel möglichst effizient investieren, spricht alles dafür eure Website für Google zu optimieren. Ganze 71.5% aller Schweizer nehmen täglich eine Suchmaschine in Anspruch, sei es um ein Restaurant zu suchen, Preise zu vergleichen oder um Hilfe bei der Installation einer Software zu finden. Das Interesse des Suchenden besteht bei seiner Anfrage bereits. Nun müsst ihr euch “nur” noch mit eurer Website in diesen Suchresultaten platzieren.

Unser Blogbeitrag mit einer einfachen Anleitung, wie man die Rankings verbessern kann.

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Über den Autor

Julia Hatt

Julia Hatt ist bei BlueGlass Interactive Anspechpartnerin in Sachen SEO und Digital Marketing. In der tempogeladenen Welt des Online Marketings fühlt sie sich wohl und hat Freude daran die neusten Entwicklungen mit zu verfolgen und zu teilen.

 

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